Interview mit Blutvergießen – 9 Fragen an Antje
Ein Interview mit der Podcasterin von Blutvergießen Neun Fragen an Antje und ihre Antworten.

Wer bist du eigentlich? Stell dich doch kurz einmal vor!
Mein Name ist Antje. Ich bin 36 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder. Ich arbeite als Betreuungskraft in einem Pflegeheim. Meine Hobbys sind meine Tiere, das Fotografieren, der Videoschnitt, Sport und natürlich mein Podcast „Blutvergießen“. Außerdem schreibe ich aktuell an meinem zweiten Roman.
Wie kamst du zum Namen deines Podcasts?
Ich habe einige unterschiedliche Namen und Cover ausprobiert, und „Blutvergießen“ hat mir dann am besten gefallen. So kam es zu dem Namen.
Wie kamst du zur allerersten Folge? Warum genau dieser Fall?
Dazu gibt es eigentlich gar nichts Spannendes, was ich erzählen könnte. Ich hatte zunächst vor, ein anderes Genre von Podcast zu machen, doch leider hatte ich niemanden gefunden, der bereit war, mit mir zusammen einen Podcast zu starten. Aus diesem Grund bin ich zum True Crime gekommen, und die erste Folge „Das Schulmassaker von Bath“ hat keine besonderen Hintergründe. Ich habe einfach ohne jegliche Ahnung vom Podcasten mit einem Fall, den ich gefunden habe, angefangen. Zu diesem Zeitpunkt habe ich nicht damit gerechnet, dass ‚Blutvergießen‘ einmal so viele Hörer haben wird. Seit der ersten Folge hat sich sehr viel getan.
Welche sind deine Lieblings-TC Podcasts?
Da ich schon eine Weile immer mal wieder mit dem Podcast Blutzeuge – Tagebuch des Todes zusammenarbeite, sind die Mädels dieses Podcasts natürlich meine Nummer Eins. Seit ich selbst meinen Podcast führe, habe ich leider wenig Zeit, andere Podcasts zu hören, denn ich mache bei meinem Podcast von A bis Z alles allein, was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. „Wahre Verbrechen“ ist sonst noch ein Podcast, den ich gerne höre, oder aber die Mädels der „Spooky Bitch Show“.
Wie recherchierst du für deine Folgen?
Es ist eigentlich immer derselbe Ablauf. Ich suche mir zunächst einen Fall aus, der spannend klingt. Dann beginne ich meine Recherchen, indem ich Informationen aus dem Internet zusammentrage und immer wieder die Punkte ergänze. Mittlerweile recherchiere ich aber nicht mehr nur im Internet, sondern ich lese viele Bücher und unterschiedliche Ansichten zu den einzelnen Fällen. Nachdem ich alle Informationen zusammengetragen habe, lese ich alles noch einmal durch und überprüfe die Reihenfolge und Verständlichkeit des Textes. Das ist oft nicht einfach, da ich zu diesem Zeitpunkt schon viele Informationen im Kopf habe, die der Hörer natürlich nicht hat. Dann drucke ich meine Recherchen aus und beginne die Aufnahme.
Gibt es Fälle, die dich besonders mitgenommen haben?
Da fällt mir spontan nur ein einziger Fall ein, der mich wirklich mitgenommen hat: Episode 15 – „Ersehnte Hilfe“. Das kurze Leben des kleinen Gabriel Fernandez. Seine Geschichte durfte in meinem Podcast nicht fehlen, da ich sie so grausam finde. Aber auch Episode 17 – „44 Tage“ und Episode 34 – „Kinder des Schreckens“ waren nicht so „leicht“ zu verdauen wie manch andere Episoden. Allerdings muss man meiner Meinung nach einen gewissen Abstand zu den Geschehnissen haben und darf nicht zu sehr darüber nachdenken, dass es sich hierbei um Geschichten von echten Menschen handelt – Geschichten, die Menschen erleben und ertragen mussten. Ich denke, wenn man dies nicht ein gutes Stück weit von sich abschirmen kann, ist man nicht lange in der Lage, einen solchen Podcast zu führen.
Was glaubst du, warum True Crime Podcasts so beliebt sind?
Das Phänomen ist ja, dass der überwiegende Teil der Hörer weiblich ist. Ich habe mal eine Studie gesehen, die besagt, dass Frauen sich unterbewusst vorbereiten und schulen, in Dingen, die passieren könnten. Ob dies so ist, kann ich allerdings nicht beurteilen. Ich persönlich höre True Crime Podcasts, weil ich faszinierend finde, auf was für Ideen der Mensch kommt und wie bestialisch und skrupellos manche sein können. Aber auch hier muss eine gewisse Distanz bewahrt werden, denn die Opfer und auch die Täter sind real. Ich frage mich dann immer, ob die Täter wirklich kein schlechtes Gewissen verspüren. Ob die Menschen wirklich so kaltherzig sind, dass sie anderen solch schlimme Dinge antun können
Wie können dich deine Hörer am besten unterstützen?
Am besten unterstützen meine Hörer mich natürlich, indem sie meinen Podcast abonnieren und sich die Folgen anhören. Aber auch bei Instagram freue ich mich über jeden einzelnen Follower und über jede nette Interaktion sehr. Auf meinem Profil nehme ich meine Follower mit in meinen Podcaster-Alltag, aber auch in meinen normalen Alltag. Ich freue mich über jeden netten Austausch auf meinem Profil blutvergiessen_podcast.
Letzte Frage: Schaust du vor dem Schlafengehen unters Bett? 😉
Nein, ehrlich gesagt nicht. Warum nicht? Wer mir auf meinem Instagram-Profil folgt, kennt meine Hündin ‚Shay‘. Da sie sich melden würde, wenn etwas im Zimmer oder unter meinem Bett nicht in Ordnung wäre, habe ich keinen Grund, unter mein Bett zu schauen. Ohne sie würde das eventuell aber anders aussehen.