Interview mit BlackBox – 9 Fragen an Maxi und Babsy

Ein Interview mit den Podcasterinnen von BlackBox. Neun Fragen an Maxi und Babsy und ihre Antworten.

Wer seid ihr eigentlich? Stellt euch doch kurz einmal vor!

Wir sind Maxi und Babsy, 28 und 30 Jahre alt, haben zusammen Psychologie studiert und sind danach eng befreundet geblieben – unter anderem durch die langen, gemeinsamen Gespräche und Analysen über True-Crime-Fälle auf den Küchenböden der Hauspartys, auf denen wir gemeinsam waren. Nach dem Studium hat Babsy ein Neuro-Tech-Startup gegründet und dort Therapie für Menschen mit Verletzungen des Gehirns entwickelt. Maxi hat eine Ausbildung zur Psychotherapeutin begonnen und arbeitet außerdem als forensische Psychologin im Maßregelvollzug.

Wie kamt ihr auf „BlackBox“, dem Namen eures Podcasts?

Als Black Box bezeichnet man in der Psychologie, besser gesagt im Behaviorismus, sämtliche psychischen und kognitiven Prozesse, die sich nicht mit naturwissenschaftlichen Methoden objektiv messen, beschreiben und reproduzieren lassen. Anders Gesagt: Eine Black Box ist das Modell eines Systems zur Verarbeitung von inneren und äußeren Reizen, dessen Aufbau unbekannt ist: ein „Kasten“, der zwar Eingang und Ausgang besitzt, dessen Innenleben aber im Dunkeln bleibt oder für uninteressant erklärt wird. Wir fanden dieses Modell bzw. diese Bezeichnung sehr passend für das, was unseren Podcast ausmacht – einen Blick in die Innenwelt der Menschen, die eigentlich trotz allem verborgen bleibt und unbekannt ist. Man kann sich zwar denken, was darin passiert, wird es aber nie mit 100%iger Sicherheit wissen – der Mensch als Black Box!

Wie kamt ihr zu eurer allerersten Folgen? Warum genau dieser Fall?

In der aller ersten Folge haben wir über paranoide Schizophrenie gesprochen. Wir haben diese Erkrankung ausgewählt, da sie uns zum einen mit am interessantesten erschien und zum anderen Maxi in diesem Bereich einiges an Erfahrungen mitbrachte, da sie zu diesem Zeitpunkt bereits mit schizophrenen Patienten im MRV arbeitete.

Was sind eure persönlichen Lieblings-TC Podcasts?

Ehrlich gesagt hören wir selbst, seit wir selbst einen Podcast machen, kaum mehr andere Podcasts – vielleicht sind wir einfach von unserem eigenen Zeug so übersättigt! Wenn man allerdings doch mal reinhört, birgt Zeit Verbrechen immer spannende Einblicke in die Arbeit als Gerichtsreporter.

Wie recherchiert ihr für eure Folgen?

Wir nutzen alles, was das Internet oder die Medienwelt zu bieten hat: Bücher, Dokumentationen, Internetseiten, Internetforen, Zeitschriften, Artikel, Gerichtsakten… was uns in die Hände fällt, wird gelesen, in Stichworten gesammelt und daraus ein Fall geschrieben. Darüber hinaus überlegen wir dann, welche psychologischen Aspekte und Hypothesen uns dazu einfallen, und recherchieren diese bei Bedarf auch nochmal nach, um auch nichts falsch zu erinnern.

Welche Fälle haben euch besonders mitgenommen?

Ja, die Fälle zum Thema „Snuff“ oder auch die Folge über Wochenbettpsychosen oder Kindesmisshandlungen wie der Fall Karolina waren schon harter Tobak. Da muss man bei der Recherche immer wieder schlucken, wenn man diese schrecklichen Dinge liest und das Leid, dass die Betroffenen und ihre Angehörigen ertragen müssen.

Was glaubt ihr, warum True Crime Podcasts so beliebt sind?

Oh, wir glauben, dass die Gründe dafür multifaktoriell bedingt sind…. zum einen kennen wir Artikel und Studien, die davon ausgehen, dass vor allem Frauen gerne True Crime konsumieren, da es ihnen ein Gefühl der Kontrolle und Sicherheit gibt, sollten sie selbst mal in gefährliche Situationen geraten. Wir denken, dass auch ein bestimmtes Maß an Sensation Seeking, also der Wunsch nach Nervenkitzel, vorhanden sein muss – schockierende Dinge aus einer sicheren Entfernung hören und sehen und sich damit zu beschäftigen, kann aufregend sein!

Wie können euch eure Hörer unterstützen?

Für uns ist es alleine schon eine riesige Unterstützung, wenn unsere Hörer uns überall da bewerten, wo es geht, uns auf Instagram und TikTok folgen und einfach mit ihrer Unterstützung dafür sorgen, dass es immer mehr Menschen gibt, die unsere Folgen hören – und damit ja auch ein kleines bisschen zur Aufklärung psychischer Erkrankungen beitragen! Ansonsten ist auch Unterstützung des Podcasts auf Patreon möglich – da kann man schon für einen geringen Betrag Mitglied werden und hilft uns dabei, unseren Podcast weiterhin so spannend und qualitativ hochwertig gestalten zu können.

Eine abschließende Frage: Schaut ihr vor dem Schlafengehen unters Bett? 😉

Nein – das aber aus Angst! Angst vor den Staubflusen und Staubmäusen, die sich unter dem Bett sammeln. Wenn man die Staubmäuse allerdings aus dem Kopf streicht, gehen wir abends ganz entspannt mit einem guten Buch ins Bett und schlafen schnell ein.