Podcast: Delikt – Wahre Verbrechen aus Österreichs Süden

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Im Vordergrund des neuen Podcast-Formats der Kleinen Zeitung stehen Fälle mit Bezug zur Steiermark und zu Kärnten – und an Fällen, über die es zu sprechen gilt, mangelt es wahrlich nicht: Neben der Pilotfolge über Jack Unterweger sind das zum Beispiel ein „Mafiamord“ in Klagenfurt, die Geschichte des letzten zum Tode Verurteilten in der Steiermark, ein Geiseldrama in der Strafanstalt Karlau oder der unglaubliche Fall des Kinderarztes Franz Wurst, der in Kärnten über Jahrzehnte Kinder missbrauchte und erst aufflog, als er seine Frau ermorden ließ.

Alle Episoden

Rückblick: Vom Betrugsverdacht zum Doppelmord
[vom 10/07/2021 Dauer ~20 Min]
Der langjährige Kriminalreporter Hans Breitegger lässt im Gespräch mit David Knes seinen ersten großen Fall Revue passieren. Kindberg, Dezember 1978. Es sollte eine Verhaftung aufgrund eines Betrugsverdachts werden. Rupert Trojacek war aber wegen einem viel schwereren Verbrechen auf der Flucht vor der Justiz, weshalb er unter falschem Namen in Kindberg wohnte. Ein Kollege, der Opfer einer seiner Betrügereien wurde, kam ihm aber auf die Schliche und ging zur Gendarmerie. Als die Beamten bei ihm auftauchten, eskalierte die Lage völlig.
Rückblick: Felzmann – Die Hintergründe zum Doppelmord und der Flucht
[vom 03/07/2021 Dauer ~32 Min]
[Diese Podcast-Folge ist ursprünglich in unserem Format Graz – Laut gedacht im März 2019 erschienen]Herbst 2017: Ein jahrelanger Nachbarschaftsstreit soll mit einem klärenden Gespräch beigelegt werden. Plötzlich fallen Schüsse aus einem Hinterhalt, zwei Menschen sterben. Der mutmaßliche Täter steht schnell fest: Friedrich Felzmann.Die sofort eingeleitete Fahndung verläuft erfolglos – bis heute. Knapp eineinhalb Jahre nach der Tat weiß man einiges über dann Fall, die große Frage nach dem Verbleib des mutmaßlichen Mörders ist allerdings noch immer unbeantwortet. Kriminalreporter Hans Breitegger erzählt im Gespräch mit David Knes von den Hintergründen des Falles und was dafür beziehungsweise dagegen spricht, dass Felzmann noch am Leben ist. 
Eine Leiche ohne Gesicht und Namen
[vom 26/06/2021 Dauer ~25 Min]
[Diese Podcast-Folge ist ursprünglich in unserem Format Graz – Laut gedacht erschienen]In dieser Folge von delikt-Rückblick erzählt der langjährige Kriminalreporter Hans Breitegger im Gespräch mit David Knes von den Hintergründen des unglaublichen Falles der Olga T.Neben der Autobahn fand man eine verkohlte Leiche, ihre Identität sollte sieben Jahre lang ungeklärt bleiben. In den Zeitraum fällt auch eine mysteriöse Reihe von weiteren, ähnlichen Frauenmorden in Österreich. 2012 dann der Durchbruch bei den Ermittlungen. Man wusste nun, wer das Opfer ist und hatte auch Hinweise auf einen Verdächtigen für die schreckliche Bluttat. Doch dieser wurde bis heute nie befragt und die Ermittlungen eingestellt…
Rückblick: Eine Leiche ohne Gesicht und Namen
[vom 26/06/2021 Dauer ~25 Min]
[Diese Podcast-Folge ist ursprünglich in unserem Format Graz – Laut gedacht erschienen]In dieser Folge von delikt-Rückblick erzählt der langjährige Kriminalreporter Hans Breitegger im Gespräch mit David Knes von den Hintergründen des unglaublichen Falles der Olga T.Neben der Autobahn fand man eine verkohlte Leiche, ihre Identität sollte sieben Jahre lang ungeklärt bleiben. In den Zeitraum fällt auch eine mysteriöse Reihe von weiteren, ähnlichen Frauenmorden in Österreich. 2012 dann der Durchbruch bei den Ermittlungen. Man wusste nun, wer das Opfer ist und hatte auch Hinweise auf einen Verdächtigen für die schreckliche Bluttat. Doch dieser wurde bis heute nie befragt und die Ermittlungen eingestellt…
Rückblick: Das Phantom von Graz
[vom 19/06/2021 Dauer ~23 Min]
November 1981: Wenige Momente zuvor genoss Franz Gross noch einen netten Abend mit seinen Kollegen in einem Grazer Tanzlokal. Kurz vor 1 Uhr verlässt die Gruppe das Lokal – nicht ahnend, dass einer von ihnen gleich einem Attentat zum Opfer fallen wird.Ein maskierter Täter schießt auf Gross und entkommt unerkannt. Der 53-Jährige stirbt wenig später. Seine geschockten Kollegen sind Zeugen des Verbrechens, können zur Aufklärung aber nicht viel beitragen. Nichts im Umfeld des beliebten Familienvaters und Postbeamten liefert irgendein Motiv oder eine Erklärung für die Bluttat. Dennoch präsentiert die Polizei bald einen Verdächtigen. Die bereits zweite fatale Verwechslung in diesem Fall. Der Anschlag galt nämlich einem Unterweltboss. Das  irrtümliche Opfer und der dafür Festgenommene haben eines gemeinsam: Ihre Unschuld.Der langjährige Kriminalreporter der Kleinen Zeitung, Hans Breitegger, erklärt im Gespräch mit David Knes die Hintergründe dieses einzigartigen Falles und wie in den folgenden Jahren nicht nur seine Journalistenkollegen und er unter Druck gesetzt wurden, sondern spricht auch über Mafia-Verbindungen, erpresste Justizvertreter und ein letztendlich eingestelltes Verfahren.Der langjährige Kriminalreporter der Kleinen Zeitung, Hans Breitegger, erklärt im Gespräch mit David Knes die Hintergründe dieses einzigartigen Falles und wie in den folgenden Jahren nicht nur seine Journalistenkollegen und er unter Druck gesetzt wurden, sondern spricht auch über Mafia-Verbindungen, erpresste Justizvertreter und ein letztendlich eingestelltes Verfahren.
Rückblick: 20 Stunden Todesangst – Als eine Geiselnahme das Land in Atem hielt
[vom 13/06/2021 Dauer ~24 Min]
[Diese Podcast-Folge ist ursprünglich in unserem Format Graz – Laut gedacht erschienen]Es waren wohl die 20 längsten Stunden im Leben der Geiseln und ihrer Angehörigen – so lange dauerte die Geiselnahme durch Josef Kis-Lukac, der frustriert und bewaffnet am Montag, dem 16. Juni 1980, kurz vor Mittag in eine Arztpraxis in der Grazer Annenstraße eindringt.Der Arzt und ein Sanitäter können fliehen, die restlichen Geiseln bangen um ihr Leben. Der Täter zwingt eine junge Ordinationsgehilfin mit vorgehaltener Waffe seine Forderungen nach außen zu kommunizieren. Sie tritt in telefonischen Kontakt mit einer damaligen Redakteurin der Kleinen Zeitung, Helena Wallner. Stundenlang vermittelt Wallner mit der Ordinationsgehilfin zwischen Geiselnehmer, Zeitung und Polizei. Ergänzung:In Reaktion auf diese Folge hat sich Gerhard Ofner bei uns gemeldet. Er war damals als einer der Beamten der Einsatzgruppe zur Bekämpfung besonders gefährlicher Rechtsbrecher derjenige, der als erster in die Ordination des Arztes gelangt ist und zusammen mit einem Kollegen den Arzt und den Rettungsfahrer geborgen und in Sicherheit gebracht hat.Das sind seine Ergänzungen zu dem Podcast (zusammengefasst):Nicht nur bei der Gendarmerie wurde das „GEK“ aufgebaut, sondern auch in den Bundespolizeidirektionen wurden „Einsatzgruppen zur Bekämpfung besonders gefährlicher Rechtsbrecher“ gebildet und Kriminalbeamte entsprechend ausgebildet und ausgerüstet. Das geschah ohne besondere Information der Öffentlichkeit. Damals waren Beamte dieser Einsatzgruppe der BPD-Graz im Einsatz. Der Auftrag: „unblutige Beendigung der Geisellage, Befreiung der Geiseln und Festnahme des Täters“. Waffengebrauch im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen. Bei unmittelbar drohender Gefahr für das Leben der Geiseln war sofortiges Einschreiten (Konfrontation mit dem Täter) angeordnet. Die körperliche Unversehrtheit und das Lebens der Geiseln war unter allen Umständen zu schützen. Nach der Bergung des Arztes und des Rettungsfahrers über die Feuerwehrleiter, wurde die Lage – die zuvor weitgehend unklar war – erkundet. Der Täter konnte immer wieder durch das Türschloss beobachtet werden. Die an dieser Türe stehenden Geiseln wurde erklärt (Gespräche im Flüsterton waren möglich), wie sie sich im Falle eines möglichen Sturms des Warteraumes verhalten sollten. Diese Informationen wurde auch unter den Geiseln weitergegeben. Schon damals gab es Erkenntnisse über die Bewältigung von Geisellagen und die Führung von Verhandlungen, die einerseits den Täter ermüden, fehleranfällig und unaufmerksam machen und andererseits den Einsatzkräften Raum zur Entwicklung entsprechender Strategien schaffen sollten. Diese Taktik der Sicherheitsbehörden bei Geisellagen war und ist bis heute absolut lege artis. In diesem Sinne erfolgte auch die Einsatzplanung und die Auftragserteilung an das Zugriffsteam der BPD-Graz.
Die Vermessung der Fuchs-Welt
[vom 29/05/2021 Dauer ~63 Min]
Am 1. Oktober 1997 kontrollieren zwei Gendarmen in Gralla einen Autofahrer. Zu dem Zeitpunkt haben die beiden Beamten noch keine Ahnung, mit wem sie es hier zu tun haben. Plötzlich eine Explosion. Der Kontrollierte hat eine Rohrbombe gezündet, es sollte die letzte Bombe einer rechtsextrem motivierten Terrorserie sein, die von 1993 bis 1997 vier Todesopfer und 15 Verletzte forderte.Mit dieser letzten Bombe wollte sich Franz Fuchs das Leben nehmen, sie zerfetzte aber nur seine beiden Hände, die Beamten retteten dem Schwerverletzten das Leben. Die Ermittlungen der folgenden Tage und der Prozess danach brachten schließlich Licht in die Fragen zu den Bombenserien, die Österreich seit Jahren in Atem hielten.Am Ort der Explosion war wenig später Bernd Melichar, der sich als Kriminalreporter schon zuvor mit den Bombenserien auseinandergesetzt hat und dort damals selbst einen grausigen Fund gemacht hat. Im Podcast-Gespräch mit David Knes lässt er die Ereignisse um eine der größten erschütterndsten Verbrechensserien der zweiten Republik Revue passieren und versucht die Fuchs-Welt zu vermessen. 
Karl Otto Haas: „Ein Mädchen wird einmal für alles büßen“
[vom 15/05/2021 Dauer ~29 Min]
Graz, 1973: Ein grauenhafter Mord an einer jungen Französin erschütterte die Stadt. Schnell war klar, dass es sich bei ihrem Mörder um Karl Otto Haas handeln muss – ihren Nachbar. Bis dahin war er nur durch kleinere Delikte aufgefallen, doch die Ermittlungen brachten seine hochgradig gefährliche Persönlichkeit zum Vorschein. In Briefen drohte er mehreren Frauen sie umzubringen, schilderte schreckliche Details, die er dafür schon geplant hatte. Europa solle auch seinen Massenmörder bekommen, war zu lesen. Oder "Ein Mädchen wird einmal für alles büßen." Seinen Zenit werde er bei zehn Toten erreicht haben, kündigte er an.Dazu kam es nicht. Wenige Tage nach der Bluttat wurde Haas von einem Freund des Opfers erkannt. Die überforderte Gendarmerie ging dem Hinweis nicht nach, also nahm der Mann das Heft selbst in die Hand und  den Gesuchten mit zwei Helfern auf kuriose Art und Weise fest.Ein Freigang mit tödlichen FolgenHaas bekam lebenslang. Doch zwei Jahrzehnte später wurden seine Haftbedingungen erleichtert, er durfte arbeiten und bekam Ausgänge. Prompt wurde er erneut zum Mörder. Sein Opfer: Der 13-jährige Sohn einer vierfachen Mutter, die er in der Haft kennenlernte und die von seiner Vorgeschichte nichts wusste. Auf der Flucht ging er in Tirol mit einem Messer auf eine Nonne los, wenig später konnte ihn die Innsbrucker Polizei finden. Als er bei der Festnahme ein Messer zückte, erschoss ihn ein Beamter in Notwehr. Die Ereignisse lösten eine Diskussion über vorzeitige Entlassungen und Hafterleichterungen von Schwerverbrechern aus. Ein Thema, das auch heute, Jahrzehnte später, noch intensiv diskutiert wird.In dieser Folge von delikt spricht Gastgeber David Knes mit dem langjährigem Kriminalreporter und Autor Hans Breitegger.  
"Der Unmensch von St. Vinzenz"
[vom 01/05/2021 Dauer ~32 Min]
Ein Dorf im steirisch-kärntnerischen Grenzgebiet, das heute völlig ausgestorben ist, wurde in den 60er-Jahren zum Schauplatz eines Gewaltverbrechens. Nach der brutalen Tat nahm der Täter sogar noch an der Suchaktion nach seinem Opfer teil. Als er überführt war, ergötzte er sich an der Aufmerksamkeit der Medien. Diese nahmen seine Inszenierung mit Genuss auf – ein Teufelskreis.    
"Töte den Teufel!"
[vom 17/04/2021 Dauer ~30 Min]
Eine Leiche, die über 80 Messerstiche aufweist an einem schauderhaften Tatort in Graz. Weitere, kaum zu ertragende Bilder, die sich den Ermittlern am Tatort zeigen, zeugen von einem bestialischem Mord. Bald hat man den vermeintlichen Täter, kurz darauf ein Urteil: Mord. Abdurrahim bekommt 20 Jahre. Doch mit der Zeit kommen Zweifel an seiner Schuld auf.   Aus der Haft strebte Abdurrahim eine Wiederaufnahme des Verfahrens an. Er will trotz seines ursprünglichen Geständnisses nicht der wahre Mörder sein. Nach Jahren kommt es tatsächlich zu einem neuen Prozess, doch das erlebt er nicht mehr. Zuvor beschuldigte er seinen Freund, Johann W., ein Lehrer, die Tat begangen zu haben. Hat Abdurrahim die Schuld für ihn aufgenommen? Wenn nicht, wie erklärt sich die stattliche Summe, die Johann W. dem nunmehr Verstorbenen zukommen hat lassen?  Warum kam es nach einem Schuldspruch für den Lehrer zu einem weiteren Prozess, der mit einem Freispruch endete? Und welche Rolle spielt das System der Geschworenengerichtsbarkeit? Darüber spricht Gastgeber David Knes mit dem Gerichtsreporter Alf Lobnik.
Zwölf Millionen Euro für sechs Seiten wertloses Papier
[vom 03/04/2021 Dauer ~50 Min]
Beim Weihnachtsfest zugesteckte Sparbücher, eine verscherbelte Landesbank, ein nutzloses "Gutachten" um 12 Millionen und "Patriotenrabatt": In dieser Folge von delikt tauchen wir am Beispiel des ehemaligen Landeshauptmannes Josef Martinz und Jörg Haiders tief ein in den Kärntner Korruptionssumpf der 2000er-Jahre.
Die "Pinocchio"-Raubserie: Wie ein Doppelleben endete
[vom 20/03/2021 Dauer ~40 Min]
Graz, 1996: Ein Maskierter springt über das Pult einer Bank, bedroht die Angestellte, bedient sich mit 900.000 Schilling und flüchtet. Die Tat markierte den Beginn einer Serie. Alle paar Monate, immer das gleiche Muster. Doch außer einer auffälligen Nase („wie Pinocchio“, so eine Zeugin) gibt es keine Hinweise auf den Täter. Schließlich wird ein 26-Jähriger gefasst. Rasch stellt sich aber heraus, dass er nicht der „wahre“ Pinocchio ist.Der raubt weiter, aber nicht mehr in Graz. In Linz schließlich der Showdown – die Flucht scheitert, der Täter provoziert Schüsse und stirbt wenig später. Bald wird bekannt, dass es sich um den Partner einer bekannten Politikerin handelte, die auch ein Kind von ihm erwartete. Weder sie, noch sonst jemand wusste von seinem Doppelleben als „grundgütiger Mensch“ und Serienräuber.
Nach 23 Jahren brachte eine Frau ihren Vergewaltiger ins Gefängnis
[vom 06/03/2021 Dauer ~26 Min]
In dieser Folge geht es um eine tragische Geschichte, die letztendlich aber einen ermutigenden Ausgang nimmt. Caroline war zehn Jahre alt. Sie war gerade auf der Suche nach ihren Spielkameraden, fragte dazu den Bauern aus der Nachbarschaft. Er führte das Mädchen in eine Scheune, wo er sich auf brutale Weise an ihr verging.Es begann ein jahrzehntelanger Leidensweg für das Mädchen, sie konnte sich niemanden anvertrauen. Weder ihre Eltern und noch Ärzte konnten eine Erklärung für die plötzliche und dramatische Änderung ihres Wesens finden. Erst etwa 20 Jahre später – im Zuge einer Therapie – begann sie zu sprechen und beschloss ihren Vergewaltiger anzuzeigen. Der inzwischen 70-jährige Täter wurde verurteilt: fünfeinhalb Jahre. Doch mit dem Schuldspruch war der Leidensweg der jungen Frau nicht vorbei, im Gegenteil. Teile ihres Heimatortes begannen mit Anfeindungen gegen Caroline, stellten sich auf die Seite des Täters. Doch Caroline war entschlossen, kein Opfer mehr zu sein und traf eine drastische Entscheidung. Sie ging mit ihrer ganzen Geschichte an die Öffentlichkeit.  Es gibt zahlreiche Organisationen, an die sich Missbrauchsopfer in Österreich wenden können, zum Beispiel: Weißer Ring  oder Gewaltschutzzentren
Wenn der Tod dem Weltuntergang zuvorkommt
[vom 19/02/2021 Dauer ~53 Min]
Australien, 1989. Ein Weststeirer will mit einem jungen Paar, das sich auf ein atomares Endzeitszenario vorbereitet, in See stechen. Zu dritt verlassen sie die Stadt Cairns, doch bald befindet sich nur noch eine Person auf dem Schiff. Nach der Verhaftung Manfred Weißensteiners beginnt ein Prozess, der in die australische Justizgeschichte eingehen sollte und noch heute für Diskussionen sorgt.In dieser Folge geht es nicht nur um ein Verbrechen, sondern auch um den Prozess und die Frage, was das Schweigen eines Angeklagten zu bedeuten hat. 
Pius Walder – Der Ruf nach Sühne verhallt nicht
[vom 04/11/2020 Dauer ~26 Min]
Der Schütze zielt noch einmal, der achte Schuss ist schließlich ein präziser Treffer in den Hinterkopf. Das Projektil beendet das Leben des 30-jährigen Pius Walder. Er war von zwei Jägern in Innervillgraten beim Wildern beobachtet und schließlich getötet worden. Mit dem jähen Ende des Lebens Pius Walders begann der Ruf seines Bruders, der bis heute nicht verhallt ist: Erst nach Rache, dann nach Gerechtigkeit. 
"Mir san quitt" – Der letzte Tod durch den Strang
[vom 28/10/2020 Dauer ~25 Min]
"I hob sechs Menschen umbracht – jetzt bringt's ihr mi um. Mia san quitt." mit diesen Worten tritt Franz Löcker am 14. Juli 1949 den Weg zum Galgen im Grazer Straflandesgericht an. Er ist der letzte in der Steiermark zum Tode verurteilte Verbrecher. 
Korruption als "Part of the game"
[vom 21/10/2020 Dauer ~48 Min]
Eine Tonbandaufnahme löste im Jänner 2010 ein politisches Erdbeben aus, weit über Kärnten hinaus. Die Phrase "Part of the game" wurde zum Synonym für ein dreistes System an Korruption an dessen Spitze der inzwischen vierfach verurteilte Politiker Uwe Scheuch stand. 
Der Fall Wolfgang Ott
[vom 14/10/2020 Dauer ~32 Min]
Großeinsatz in Wien: Eine 39-Jährige macht – nackt und gefesselt – durch laute Schreie auf einer Loggia auf sich aufmerksam. Tags davor war sie beim Einparken von einem Mann gewürgt und gefesselt und in eben jenes Haus entführt worden, aus dem sie nun befreit werden konnte. Dabei kam nicht nur ihr Martyrium zu Tage. In dem Haus fand man auch Spuren einer anderen Frau, die seit einigen Tagen vermisst wurde.Wolfgang Ott, der Bewohner des Hauses, stand unter dringendem Tatverdacht. Dem hoch verschuldeten 38-jährigen Filmemacher gelang aber die Flucht. Wenig später verschwanden weitere Frauen. Die Spuren führten in die Obersteiermark, zu der Ott – er war begeisterter Paddler – ein besonderen Bezug gehabt hatte. Bis Ott gefasst werden konnte, mussten mindestens zwei Frauen sterben, zwei weitere wurden entführt und vergewaltigt. Bei den Befragungen und vor Gericht gab er immer nur das zu, was man ihm nachweisen konnte. Mitleid kannte er dabei keines – außer mit sich selbst.
Die Handschrift des organisierten Verbrechens
[vom 07/10/2020 Dauer ~34 Min]
Laute Knaller reißen einige Bewohner einer Siedlung in der Klagenfurter Siebenhügelstraße spätnachts aus dem Schlaf. Eine Frau saß zu dem Zeitpunkt noch vor dem Fernseher, denkt erst, es würde jemand Böller schießen. Beim Nachschauen erkennt sie aber die Umrisse ihres am Boden liegenden Nachbarn Reinhard O. – Ein als sympathisch und beliebter beschriebener Monteur und Taxilenker.Die Ermittlungen gestalten sich als schwierig. Einiges deutet auf einen Profikiller hin. Das Opfer hatte ein bewegtes Leben geführt, als Taxilenker steuerte regelmäßig Lokale der Rotlichtszene an, nicht nur als Chauffeur. Ist er in diesem Milieu jemandem in die Quere gekommen oder war es offene Rechnung aus seiner Vergangenheit in Deutschland?Der Kärntner Kriminalreporter Peter Kimeswenger im Gespräch mit David Knes. 
Karlau-Geiselnahme: Weggehen oder sterben
[vom 30/09/2020 Dauer ~41 Min]
14. November 1996: Die Nachricht einer Geiselnahme in der Justizanstalt Karlau erreicht die nur wenige Hundert Meter entfernte Redaktion der Kleinen Zeitung. Der Versuch dreier Geiselnehmer, aus der Haftanstalt zu fliehen, ging in die Kriminalgeschichte ein. Die drei Schwerverbrecher  unter der Führung von Adolf Schandl fordern mehrere Millionen Schilling und einen Hubschrauber für ihre Flucht. In ihrer Gewalt: drei Frauen aus der Gefängniskantine. Ihre Druckmittel: selbstgebaute Sprengsätze und Messer Redakteur Hannes Gaisch-Faustmann und der damalige Verhandlungsführer der Polizei, Eduard Hamedl berichten von den Ereignissen, die wohl keiner der beteiligten jemals vergessen wird. 
Franz Wurst – Der Kinderarzt, der Kinder missbrauchte
[vom 23/09/2020 Dauer ~43 Min]
Jack Unterweger – vom „Häfenliterat“ zum Serienmörder
[vom 18/09/2020 Dauer ~57 Min]
Es ist einer der bekanntesten und aufsehenerregendsten Kriminalfälle der zweiten Republik, dabei deutete am Anfang Jack Unterwegers krimineller Laufbahn wenig darauf hin. Diese endete jäh mit einer Verurteilung zu einer lebenslangen Haftstrafe im Jahr 1976 – vorerst. Er hatte eine Bekannte stranguliert und beraubt. In der Haft begann Unterweger zu schreiben – und das sehr erfolgreich. Er lancierte zum gefeierten Autor, wurde als der „Häfenliterat“ bekannt. Unterweger war der Held der deutschsprachigen Literaturszene. Kulturschaffende wie Elfriede Jelinek, Ernst Jandl oder Günter Grass setzten sich erfolgreich für seine Freilassung ein. 1990 kam er ohne weitere Auflagen Frei, er wurde zum Inbegriff gelungener Resozialisierung. Die Redakteure Bernd Melichar und Hans Breitegger führten eines der beachtetsten Interviews mit Unterweger – in dieser Folge rollt er gemeinsam mit David Knes den Fall neu auf.

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