Interview mit Crimes and Cats – 9 Fragen an Franzi und Izzy

Ein Interview mit den Podcasterinnen von Crimes and Cats. Neun Fragen an Franzi und Izzy und ihre Antworten.

Wer seid ihr eigentlich? Stellt euch doch kurz einmal vor!

Wir sind Franzi (22) und Izzy (22). Wir haben uns während der Pandemie in Berlin kennengelernt, wo wir beide fürs Studium hingezogen sind, und sind seitdem unzertrennlich.

In unserer Freizeit gehen wir nicht nur gerne in Cafés und Bücherläden, sondern beschäftigen uns auch viel mit feministischen Themen und versuchen nebenbei das Patriarchat zu zerstören.

Wie kamt ihr zu Crimes and Cats, dem Namen eures Podcasts?

Wir lieben True Crime und Katzen! Wir wollten diese beiden Interessen miteinander verbinden, weshalb es am Ende jeder Folge immer einen Katzenfakt gibt. Der ist nicht nur informativ, sondern soll vor allem die Stimmung etwas auflockern und die Zuhörer:innen mit einem guten Gefühl verabschieden.

Und auch auf Instagram posten wir neben Infokarten zu den besprochenen Fällen auch jede Menge süße Katzenbilder. „Crimes and Cats“ fasst unseren Podcast deshalb ziemlich treffend zusammen.

Wie kamt ihr zu eurer allerersten Folgen? Warum genau dieser Fall?

Auf die Idee einen Podcast zu starten, kamen wir dank eines Uniprojekts. Im Rahmen eines Audiobearbeitungsseminars musste Franzi eine Podcastfolge zu einem beliebigen Thema aufnehmen und weil sie sich schon lange vorher viel mit True Crime und Feminismus befasst hat, war schnell klar, dass sie sich in der Folge mit Femiziden auseinandersetzen wollte. Diese Folge wurde allerdings nie veröffentlicht, weil wir die sehr provisorisch mit einem Handy aufgenommen haben und die Tonqualität dementsprechend nicht zumutbar war 😀

Was sind eure persönlichen Lieblings-TC Podcasts?

Die Mutter aller deutschen True Crime-Podcasts: Mordlust.

Wie recherchiert ihr für eure Folgen?

Zur Vorbereitung auf eine Folge schauen wir uns oft Dokumentationen an, lesen jegliche Zeitungsartikel, die wir finden können und kaufen gegebenenfalls passende Bücher zu den Fällen. Da kann es auch mal passieren, dass wir uns total in dem Thema verlieren und teilweise zehn Stunden am Stück recherchieren. Das ist aber auch gar nicht schlimm, weil wir dabei meistens zusammen in einem Café sitzen und zwischendurch Plauderpausen machen.

Gibt es Fälle, die euch besonders mitgenommen haben?

Besonders treffen uns jene Fälle, bei denen Mörder:innen nicht oder erst sehr spät gefasst wurden. Das passiert vor allem, wenn die Opfer überwiegend marginalisierte Personen sind und die Polizei die Fälle deshalb nicht priorisiert – das war zum Beispiel bei Dahmer der Fall. Außerdem hat uns die Folge „Ungelöste Fälle“ im Nachhinein noch bewegt. Insbesondere wenn es so viele verschiedene Theorien wie um den Tod von Elisa Lam gibt, kann man sich schnell in bizarren Spekulationen verlieren und in eine Art „Rabbit Hole“ fallen.

Was glaubt ihr, warum True Crime Podcasts so beliebt sind?

Einer der Gründe, aus denen insbesondere Frauen so viele True Crime Podcasts hören, könnte neben dem Unterhaltungsfaktor auch Selbstschutz sein. Weiblich gelesene Personen sind in ihrem Alltag der omnipräsenten Gefahr von Gewaltverbrechen ausgesetzt und durch True Crime Podcasts haben sie die Möglichkeit, die Kontrolle über solche Gefahrensituationen zurückzuerlangen und die Täter außerdem zu entmystifizieren.

Wie können eure Hörer euch unterstützen?

Wir freuen uns immer über Bewertungen auf Spotify und Co., sowie neue Follower:innen auf unserem Instagram-Kanal (@crimes.and.cats ). Wem der Podcast gefällt, kann uns natürlich auch gerne weiterempfehlen.

Eine abschließende Frage: Schaut ihr vor dem Schlafengehen unters Bett? 😉

Ne, aber wir machen vor dem Schlafengehen immer alle Türen zu – denn die Monster lauern bei uns nicht unterm Bett, sondern sie beobachten uns aus dunklen Schränken und Fluren heraus.